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GPX Dateien verwalten

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Durch meine Aktivitäten bei OpenStreetMap und durch das Motorradfahren haben sich in der Zwischenzeit einige GPX Dateien angesammelt. Gerade die Motorradtouren möchte ich auch gerne meinen Mitfahrern zur Verfügung stellen und so hatte ich diese bisher bei Mopedmap.net hochgeladen und verwaltet. Dort kann man z.B die Tour auf Karten von Google Maps oder auch von OpenStreetMap darstellen.
Da ich meine Daten aber nur ungern in die Hände anderer Websites gebe und nicht von deren Verfügbarkeit abhängig sein möchte (Gerade liefert z.B. Mopedmap.net leider nur einen “internal server error”), suchte ich schon die ganze Zeit nach einer Möglichkeit, die Dateien auf meinem eigenen Server verwalten zu können. Ich habe zwar auch ein Skript gefunden, um GPX-Dateien unter Nutzung von OpenLayers und OpenStreetMap anzeigen zu können, aber der zusätzlich erforderliche manuelle Aufwand (Dateien hochladen, HTML bearbeiten, Positionen raussuchen, Liste aktualisieren, …) war mir noch zu hoch.
In den Weblogs zu OpenStreetMap bin ich nun über phpMyGpx gestolpert, das mir ganz gut gefallen hat – nicht unbedingt von der Optik ;-) aber von den angebotenen Funktionen. Die Softwareanforderungen sind gering, die Installation war einfach und so werde ich künftig die gefahrenen Motorrad Touren auf Basis dieser Software verwalten und allen daran interessierten bereitstellen.

Map Viewer Emerillon

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Durch einen Kommentar in einem Blog Eintrag zu OpenStreetMap wurde ich auf Emerillon aufmerksam, einen Viewer für Karten, die auf den OpenStreetMap Daten basieren.
Aktuell gibt es auf der Homepage noch keine fertig zu installierenden Pakete, aber nach kurzer Suche bin ich fündig geworden, wie sich der Viewer unter Ubuntu 9.10 installieren lässt.
Es werden zwei zusätzliche Repositories benötigt, die man mit den Befehlen
sudo add-apt-repository ppa:mathieu-tl/emerillon
sudo add-apt-repository ppa:audidude/ppa
hinzufügt.
Danach das obligatorische
sudo aptitude update
und schon kann der Viewer mit
sudo aptitude install emerillon
installiert werden.
Der Map Viewer kann mit Plugins in der Funktionalität erweitert werden und bringt die folgenden mit:

  • Suchen von GeoNamen
  • Links zu Online Map Diensten ausgeben
  • Eigene Ortsmarken verwalten
  • Koordinaten der angezeigten Position anzeigen


Im Gegensatz zu den Kommentaren im Blog funktioniert bei mir auch die Suche nach GeoNamen.

Die Kartendaten des OpenStreetMap Projektes werden immer häufiger genutzt und können mittlerweile auch zum Routing verwendet werden. Aktuell fallen mir hier vier Beispiele ein:

  • Das Routing Portal OpenLS Route Service nutzt die Daten, um Routingfunktionalität im Internet anzubieten.
  • Die Daten können in das Kartenformat für Garmin Geräte konvertiert und auf diesen genutzt werden. Das ist nicht nur interessant für Geräte, auf denen noch veraltetes Kartenmaterial installiert ist und man keine neuen Karten kaufen möchte, sondern kann auch in Fällen genutzt werden, in denen kein hinreichend aktuelles Kartenmateriel vorhanden ist. Dass das sehr gut funktioniert wurde unlängst bei der Erdbebenkatastrophe auf Haiti bewiesen.
  • Einige Projekte im OpenSource Umfeld (Navit, gpsdrive, NaviPOWM, …) implementieren Navigationssoftware und sind auf Kartenmateriel angewiesen. Bei meinen letzten Versuchen konnte leider noch keine Software eine kommerzielle Navigationslösung ersetzen, aber ich bin mir sicher, dass es in naher Zukunft so weit sein wird.
  • Den Spagat zwischen kommerzieller Lösung und freiem Kartenmateriel versucht Skobbler. Die Firma wurde als Spinoff von Navigon ausgegliedert und hat eine Handy Navigationslösung als Basis für Zusatzdienste implementiert. Nachdem Mitte Oktober 2009 keine Möglichkeit mehr bestand, das bisherige Kartenmaterial weiter zu nutzen, hat man sich auf das Kartenmaterial von OSM konzentriert und wird diese Lösung nun zuerst für das iPhone und später für weitere Handys (Unterstützung für Android ist bereits angekündigt) anbieten.

Die Vollständigkeit der Daten lässt vor allem in ländlichen Gegenden sicherlich noch zu wünschen übrig, aber der in skobbler vorgesehene Rückkanal, um Fehler oder Lücken im Kartenmaterial direkt an OpenStreetBugs wird sicherlich dabei helfen, auch diese Lücken noch zu schließen.

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Als Feedback auf den Artikel zu meiner Erfahrung mit Open Source Navigation kam gestern ganz unvermittelt ein Brief von Hampsta ins Haus geflattert, darin waren als Geschenk zwei Schutzfolien für den HP iPaq 1940 enthalten. Hampsta ist ein Online-Shop für PDAs, Navis, GPS und entsprechendes Zubehör. Ich kannte den Shop bisher noch nicht, aber beim nächsten Zubehörkauf werde ich dort auf jeden Fall einmal vorbeischauen.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank.

Die Vollständigkeit der Kartendaten auf OpenStreetMap ist in ländlichen Gegenden sicherlich im Vergleich zu Google Maps noch immer im Hintertreffen, aber zumindest hinsichtlich der Aktualität war ich immer der Meinung, dass OSM einen deutlichen Vorsprung hat. Bis ich dieses entdeckte:

Kartenvergleich

Da wird doch tatsächlich bei OpenStreetMap eine Umgehungsstraße als im Bau befindlich angezeigt, während Google Maps sie bereits als gebaut anzeigt und auch bei der Routenplanung nutzt.

Doch halt, die Straße gibt es noch nicht, gerade mal der erste Spatenstich ist im September 2009 erfolgt. Wer sich also auf Google Maps verlässt und seine Route plant, der steht plötzlich im Feld. und das wird auch noch ein paar Jahre so sein, denn die Bauzeit der Straße beträgt noch geplante 4 Jahre.

Hier der Link zum jeweils aktuellen Vergleich.

Mein persönliches Fazit: Google Maps wird schlechter, OpenStreetMap immer besser. Umso wichtiger, dass man sich aktiv beteiligt und für Vollständigkeit und Qualität der Daten sorgt.

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