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Android Tablet

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Auch wenn ich den Hype um das Apple iPad nicht nachvollziehen kann (es funktioniert gut und sieht schick aus, ist mir aber zu teuer und bevormundet einen bei der Nutzung), so finde ich das Konzept eines Tablets doch ganz reizvoll. Wichtig ist jedoch, dass man sich über den Einsatzzweck klar wird. Für mich soll es keinen Ersatz für PC/Notebook/Netbook darstellen, sondern ein Gerät sein, mit dem man gemütlich auf der Couch seine Mails checken, in Foren stöbern, Facebook Nachrichten lesen, … also hauptsächlich Daten im Internet konsumieren kann.
Für 179.-€ war nun ein Tablet mit Android 2.1 angekündigt. Die Beschaffung gestaltete sich ein wenig schwierig und dauerte etwas länger, da das Gerät nicht wie angekündigt bereits montags erhältlich war, sondern erst eine Woche später als verfügbar gelistet wurde und bestellt werden konnte. In der Zwischenzeit waren auch erste Erfahrungsberichte von Benutzern aufgetaucht. Die Bandbreite war gewohnt groß und begann bei “der letzte Schrott”. Das folgende Fazit eines Benutzers ermutigte mich jedoch dazu, mir solch ein Gerät zu bestellen:

..ich sags mal ganz unverblümt
Das Ding ist nichts für Leute die den Ipad Killer erwartet haben und davon ausgehen das alles “out of the box” für €179.- funktioniert..

Für alle anderen, die spaß an linux haben, lässt sich da sicher noch einiges machen bzw. fehlende funktionen nachrüsten.

Am Wochenende wurde das Gerät dann geliefert, die Inbetriebnahme musste jedoch bis Sonntag Abend warten.
Einloggen in das WLAN, Einrichten von Googlemail, Zugriff auf den eigenen Mailserver, Surfen im Web und die installierten Applikationen für Google Maps und YouTube funktionierten problemlos. Das Touch-Display lässt sich schwer bedienen, vor allem das Scrollen ist etwas umständlich, mit resistiver Technologie aber auch nur schwer umsetzbar, das funktioniert bei meinem Garmin-Navi aber auch nicht besonders.
Hardware

Billig wirkendes Plastik, vier Buttons auf der Gehäuserückseite für Zurück, Home, Suchen und Menü fühlen sich nicht besonders an und man muss sich die Position merken, da man sie nicht sieht.
Software

  • Browser: Eingabe über Touchscreen hakelig auch bei Verwendung des Eingabestiftes. Lädt und stellt die Webseiten recht flott dar.
  • Mail: Konfiguration von mehreren Mailservern möglich, Zugriff per POP3 oder IMAP
  • Google Maps: schnelle Darstellung der Karten, Layer für Satellitenbild und Wikipedia einblendbar. Bei Wikipedia werden “W”s eingeblendet, auf die man direkt klicken und Infos aus Wikipedia abrufen kann
  • Google Mail: direkte Verknüpfung mit meinem Google Mail Account, funktioniert einfach.
  • YouTube Player: direkte Verknüpfung mit meinem YouTube Account: Playlisten, Favoriten, … werden angezeigt. Suche ist möglich, Abspielen in voller Auflösung funktioniert sehr gut.
  • Android Market: Zuerst nicht gestartet, dann zwar gestartet, man konnte suchen und “installieren”, der Download kommt aber nicht zum Ende und es wird nichts installiert. Ein bekanntes Problem, es liegt wohl keine offizielle Google-ID vor.

Bisheriges Fazit: Wenn man nicht tippen muss, sondern sich auf Lesen/Sehen/Hören beschränkt, funktioniert das Tablet. Für die eingeschränkte mitgelieferte Software hätte ich es wohl nicht gekauft, ABER es gibt eine Seite mit Howtos, da wird erklärt, wie man das Gerät patchen, den Market aktivieren, auf alternative Markets umsteigen oder direkt die APKs installieren kann. Und wenn das dann funktioniert, kann es ein ganz brauchbares Gerät werden.

Map Viewer Emerillon

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Durch einen Kommentar in einem Blog Eintrag zu OpenStreetMap wurde ich auf Emerillon aufmerksam, einen Viewer für Karten, die auf den OpenStreetMap Daten basieren.
Aktuell gibt es auf der Homepage noch keine fertig zu installierenden Pakete, aber nach kurzer Suche bin ich fündig geworden, wie sich der Viewer unter Ubuntu 9.10 installieren lässt.
Es werden zwei zusätzliche Repositories benötigt, die man mit den Befehlen
sudo add-apt-repository ppa:mathieu-tl/emerillon
sudo add-apt-repository ppa:audidude/ppa
hinzufügt.
Danach das obligatorische
sudo aptitude update
und schon kann der Viewer mit
sudo aptitude install emerillon
installiert werden.
Der Map Viewer kann mit Plugins in der Funktionalität erweitert werden und bringt die folgenden mit:

  • Suchen von GeoNamen
  • Links zu Online Map Diensten ausgeben
  • Eigene Ortsmarken verwalten
  • Koordinaten der angezeigten Position anzeigen


Im Gegensatz zu den Kommentaren im Blog funktioniert bei mir auch die Suche nach GeoNamen.

Seit einiger Zeit schon habe ich das Problem, dass ich durch die Benutzung von mehreren Rechnern und mobilen Geräten (iPod, Handy, PDA, …), oder durch die wechselweise Benutzung von Mail Clients (Thunderbird, Evolution, …) kein konsistentes Adressbuch für alle Geräte/Anwendungen zur Verfügung hatte und daher speziell Mail-Adressen immer wieder bei Bedarf neu eintippen musste.

Ein Ansatz war die Einführung einer Groupware Applikation auf Open Source Basis. Hier gibt es auch jede Menge Angebote, bei denen ich mich bisher allerdings vor dem Installations- und Einarbeitungsaufwand gescheut habe. Dazu kommt noch, dass viele dieser Anwendungen zwar schicke Browser-GUIs zur Verfügung stellen, aber nur sehr wenig Informationen über die Einbindung von anderen Clients oder mobilen Geräten zu finden waren.

Durch einen Blogeintrag wurde ich nun auf Funambol aufmerksam, einen SyncML Server, der als zentrale Stelle für die Synchronisation von Adressbüchern genutzt werden kann.

Der erste Test sieht auch sehr vielversprechend aus. Nach Installation und Konfiguration des Servers habe ich drei Instanzen von Evolution über syncevolution an den Server angebunden. Für Thunderbird habe ich zur Anbindung das Addon Funambol Mozilla Sync Client installiert. Auf den Apple iPod habe ich den Funambol iPhone mobile sync client aus dem iTunes Store installiert. Nach der Konfiguration hat er sich per WLAN direkt mit meinem Funambol Server verbunden und alle Kontakte hoch geladen. Nach dem Aufruf von syncevolution und dem Synchronisieren mit Thunderbird waren auch dort sämtliche Kontakte und zugehörigen Informationen vorhanden.

Leider unterscheiden sich wohl die Festlegungen für Anzeigename, Pritate/Geschäftliche Email, … zwischen den einzelnen Adressbüchern, so daß die Darstellung und Sortierung unterschiedlich ausfällt. Hier werde ich noch erarbeiten müssen, welche Felder zu füllen sind und mit welcher Applikation die Daten am Besten gepflegt werden sollten. Außerdem stehen noch weitere Clients zur Einbindung in die Synchronisation an. Mein PDA HP iPAQ mit Windows Mobile 2003 wird zwar nicht direkt unterstützt. Dieser kann sich aber per Active Sync mit Microsoft Outlook synchronisieren und für Outlook gibt es ein Synchronisations Plugin. Und für mein Sony Ericsson Handy gibt es den Java ME Push Email Client oder alternativ kann das Handy ebenfalls mit MS Outlook synchronisiert werden.

Wer abwechselnd mehrere Rechner benutzt und mit diesen im Internet surft, kommt früher oder später sicherlich in die Situation, dass er Lesezeichen gerne zwischen den Rechnern synchronisieren würde. Hierfür nutze ich das Firefox-Plugin Xmarks (früher Foxmarks) genutzt. Hierbei wird auf einem Server von Xmarks ein Benutzeraccount erstellt und dort werden dann alle Bookmarks und Passwörter (konfigurierbar) abgespeichert. Der Dienst bietet auch eine Versionierung und den Zugriff auf die Bookmarks per Weboberfläche an, z.B. wenn man an einem fremden Rechner sitzt und das Plugin nicht installieren kann/darf/möchte. Die Synchronisation funktioniert nicht nur zwischen mehreren Firefox-Installationen, die Synchronisationsmöglichkeit gibt es mittlerweile auch für den Internet Explorer, für Google Chrome und für Apples Safari.
Neben der Abspeicherung auf den Servern von XMarks bietet das Plugin auch die Möglichkeit an, die entsprechenden Dateien auf einem FTP oder WebDAV Server zu speichern. Wenn man seine Daten gerne in eigener Hand behalten möchte, sicherlich eine lohnenswerte Alternative.
Eine andere Methode zur Synchronisation stammt direkt von Mozilla und nennt sich Weave. Weave ist mittlerweile in Version 1.0 freigegeben worden und wird demnächst intensiver getestet. Das Plugin habe ich schonmal installiert und ein Minimalserver ist auch schon vorbereitet.

Google Chrome OS

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Seit einiger Zeit schon wird darüber berichtet, daß Google ein eigenes Betriebssystem auf den Markt bringt. Gestern wurden auf einer Pressekonferenz Details und die weiteren Pläne bekannt gegeben.

Was dort präsentiert wurde könnte man auch als NPB NetbookPlusBrowser bezeichnen. Man nehme ein Netbook, packe darauf einen abgespeckten Linux-Kernel, ergänze das Ganze mit dem Browser Chrome und fertig ist Chrome OS.

Wie man es eigentlich von einer Internet-Company zu erwarten hat, dreht sich bei Chrome OS alles um das Internet. Es gibt keine lokalen Daten oder Programme, alles wird im Netz erledigt. Mail, Chat, Texte bearbeiten, Tabellen, … für alles gibt es Anwendungen im Netz, viele davon natürlich von Google selbst. Ob es sich dabei wirklich um einen Großangriff auf microsoft handelt, sei dahin gestellt. Ich denke, es gibt eine große Benutzergruppe, für die ein solches Gerät ideal ist. Kein Aufwand mit Installation, Administration, Virenschutz, Datensicherung, … Google macht das schon. Aber alle Daten in die “verantwortungsvollen” Hände von Google legen? Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie es sich weiter entwickeln wird und wenn man sich den aktuellen Siegeszug der Android Plattform ansieht muss man Google zumindest zugestehen, dass sie mit ihrer Strategie sehr erfolgreich sind.

Da Google sehr großen Wert auf Open Source und die Einbindung der Open Source Community zu legen scheint, ist es eigentlich selbstverständlich, dass bereits Anleitungen zum Testen von Google Chrome OS in einer virtuellen Maschine zu finden sind. Auch ich habe den Download bereits gestartet …

Update: Mittlerweile ist die Pressekonferenz auf YouTube zu sehen.

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